Unfallhergang

Unfallhergang

Beitragvon michitdk » Di 9. Feb 2010, 16:38

Damit einige verstehen, was und wie es passiert ist, haben wir( Petra und Michael Rauscher ) einige Passagen aus der Unfallakte entnohmen ohne irgend eine Schuldzuweisung zu treffen.

Wir hatten an diesem Tage, dem 01.10.2008 recht stürmisches Wetter und Justin befuhr mit seinem Wagen die Rhaderstr. in Richtung A31. Laut Augenzeugenberichte ( Unfallgegner ) soll Justin in Höhe der Michaeliskirche plötzlich die Fahrbahn gewechselt haben, befuhr somit den Gegenverkehr.

Auszug der Unfallakte: Angaben der Unfallbeteiligten.

Ich fuhr mit meinem Mann in Richtung Lembeck, um zu meiner Arbeitsstelle nach Marl zu Kommen. Dann kam uns der andere PKW mit sehr hoher Geschwindigkeit ( auf Nachfrage: etwa 100 Km/h ) entgegen. Kurz bevor er sich auf unsere Höhe befand wechselte er auf meiner Fahrbahn. Ich konnte gar nicht so schnell reagieren und er fuhr in unseren PKW. ( auf Nachfrage : ich wollte ausweichen, das ging aber gar nicht mehr, weil er schon neben uns war)
Die gleiche Schilderung wurde auch von den weiteren Insassen des Unfallgegners abgegeben.

Die am Unfallort vorgefundenen Spuren an den Fahrzeugen und am Fahrbahnrand korrospondieren mit der Aussagen der Unfallbeteiligten.

Vermutlicher Unfallhergang der Polizei:

Es ist davon auszugehen, dass der UB1 ( Justin) die Rhaderstr. in Richtung Rhade mit sehr hoher Geschwingigkeit befuhr.
In Höher der ST-Michaelies-Kapelle geriet er aus bislang nicht geklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn und kolliedierte dort mit UB2. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der PKW des UB1 ( Justin ) wieder auf sein Fahrstreifen gedrückt. Dabei geriet dieser auf den Grünstreifen, wo er einen Leitposten touschierte, der dadurch abbrach. Danach rutschte das Fahrzeug über den Grünstreifen und prallte mit der Fahrerseite gegen einen Straßenbaum. Durch den Aufprall erlitt Justin die tödlichen Verletzungen.

Eben falls geht aus der Unfallakte hervor, das Justin sich den 1 u. 2 Halswirbel durchtrennt hat, somit sofort tot gewesen ist und in keiner weise leiden mußte.

Aufgrund der Erkenntnisse die aus der Unfallakte zu ersehen sind, hat die Staatsanwalt das Verfahren gegen die Unfallbeteiligten eingestellt.

Erst nach Einstellung des Verfahrens war es uns möglich, über einen Rechtsanwalt einsicht in diese Unfallakte einzu nehmen. Da wir aber auch nur Laien sind und nicht alles Deuten können, vor allen Dingen für das Fahrverhalten von Justin keine Erklärung hatten, haben wir die komplette Unfallakte mit allen Fotos an einen Sachverständigen gegeben, der für uns ein Gutachten erstellt hat.

Hier stellt der Gutachter folgendes fest:

Sollte Justin plötzlich auf die Gegenfahrbahn gekommen sein, somit hätte am entgegenkommenden Fahrzeug ein Frontschaden sein müssen.Die Fotos belegen jedoch, das die Ecke vorne Links frei von Spuren und Schäden sind insbesondere frei von Kollisionsschäden war.
Bei genauer Überprüfung der Spurenlage am UB1 ( Justin ) ist eindeutig zu erkennen, dass der Anstoß im hinteren Bereich der linken Fahrzeuglängsseite erfolgte.
Die Angaben, wonach sozusagen als erste Auffälligkeit mit dem UB1 ( Justin ) in seiner Fahrtrichtung gesehen nach links in die Gegenfahrbahn geraten und dort direkt mit dem UB2 ( Unfallgegner ) kollidiert worden sei, steht den konkreten Schäden der Fahrzeuge entgegen.
Viel mehr ergibt sich, dass bei diesem Anstoß der entgegenkommenden Fahrzeuge das Heck des UB1 ( Justin ) nach links ausgebrochen war.
Derartiges ist nur erreichbar, wenn zuvor z.B. von der Fahrbahn abgekommen und im Rahmen eines versuchten Korrekturmanövers oder Abfangversuch gegengesteuert wird.
Über derartiges wird jedoch von den Insassen aus dem UB2 ( Unfallgegner ) nicht berichtet.

Da die Fahrbahn über weite Distanz gerade und unkritisch verläuft, lässt sich das Schleudern des UB1 alleine mit der überhöhten Geschwindigkeit nicht erklären. Die entscheidende Frage ist, ob das zuvor erfolgte Fahrmanöver auf die Fahrweise des UB2 zurückgeführt werden kann, speziell auf die Notwendigkeit möglichen Ausweichen nach rechts, auch wenn dies im Endefekt misslungen ist.
Wenn mit dem UB2 in der Annäherung zu weit nach links gefahren wurde, dann aber selbst beim Anstoß wieder nach rechts zurückgefahren wurde und bezogen auf den Kollisionszeitpunkt ordnungsgemäß gefahren sein sollte, kann dies für den Fahrer des UB1 ( Justin ) Grund und Anlass für eine Ausweichbewegung mit der Folge des späteren Schleuderns und Verunfallens gewesen sein.
Zwar ist dies nicht zu belegen, kann jedoch die Fahrweise mit dem UB1 plausiebel erklären.
Die Angaben der Insassen aus dem Fahrzeug UB2 jedenfalls sind sachlich unzutreffend und widersprechen der konkreten Schädigung, wonach mit dem UB1 plötzlich sozusagen einfach nach links gefahren und mit dem ordnungsgemäß dort entgegenkommenden UB2 kollidiert wurde.
Dies trifft so nicht zu.

Unsere persöhnliche Meinung.
Justin ist natürlich zu schnell gewesen, aber nicht er hat abgedrängt, sondern er wurde abgedrängt. Tote können aber keine Aussage machen.
Wir konnten an Hand des Gutachtens nur beweisen, dass es nicht so war, wie die Unfallgegner ( UB2 ) es geschildert haben. Auch aus dem Notarztprottokoll konnten wir entnehmen, dass er nicht gelitten hat. gez. Michael Rauscher
michitdk
 
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